von Karin Bäck
Der Rotonda Business-Club feiert sein 10-jähriges Bestehen mit einem neuen Format, der »International Lounge«. Das neue Forum soll mit Blick auf die wachsende Internationalisierung der Kölner Region geschaffen werden. Die Thematisierung der Globalisierung mit ihren Auswirkungen auf den Wirtschaftstandort Köln entspricht der Club-Philosophie, die seit 10 Jahren den Anspruch als Think Tank für zentrale Zukunftsthemen unterstreicht.
Der Rotonda Business-Club hat sich zum Benchmark für das, was in Köln passiert, entwickelt, so der Vorstandsvorsitzende Andreas Grosz gegenüber der eingeladenen Presse. Vor zehn Jahren startete der Club mit den Schwerpunktthemen Immobilienwirtschaft und Stadtentwicklung. Daraus hat sich in zehn Jahren ein engmaschiges Netzwerk von UnternehmerInnen und ManagerInnen der unterschiedlichsten Branchen entwickelt. Der Club zählt heute über 1.000 Mitglieder. Der Altersdurchschnitt liegt bei 40. Der Frauenanteil beträgt stolze 25 Prozent. Auf einer Fläche von 1.100 qm werden acht Konferenz- bzw. Besprechungsräume, ein Restaurant mit Crossover Kitchen und der Service mit 18 Angestellten angeboten. Wirtschaft, Kultur sowie soziales, gesellschaftliches und lokalpolitisches Engagement prägen das Veranstaltungsprogramm des Business-Club. Speziell für Frauen in Führungspositionen gibt es die Formate »Tea Time« und »Spannend wie ein Krimi«. Auf der für dieses Jahr geplanten Veranstaltungsreihe im Rahmen der »International Lounge« sollen Menschen zusammen gebracht werden, die dazu beitragen, das Programm auf der Basis des Clubs weiter zu entwickeln, so der Vorstandsvorsitzende.
Für Christi Degen, Direktorin des Zentrums für Internationale Beziehungen an der Wiso-Fakultät der Uni Köln und Leiterin der »International Lounge« im Rotonda Business-Club, soll sich aus dem neuen Format ein Begegnungsort entwickeln, der auch Kölner Unternehmen Impulse im Zeichen der Globalisierung vermittelt. Ihr Ziel ist, die Bildung von persönlichen, internationalen Netzwerken und den Austausch zwischen den Kulturen zu fördern. Das Projekt startet zunächst mit einer Veranstaltung pro Monat. So heißt es bei der nächsten »Lounge« am 30. März: Köln ganz international! Eingeladen sind die Leiter und Leiterinnen der Kölner Kulturinstitute, das heißt die Repräsentanten für französische, japanische, italienische, amerikanische und belgische Kultur.
Dr. Norbert Walter-Borjans, Wirtschaftsdezernent der Stadt Köln, begrüßte die neue Initiative des Rotonda Business-Club. Die »International Lounge« sei eine wertvolle Promotion für den Wirtschaftsstandort Köln. Er lobte die gelungene Mischung der Veranstaltungsformate des Clubs, die dazu beigetragen haben, dass sich der Wirtschafts-Club in den letzten Jahren zu einem wichtigen Partner der Stadt entwickelt hat. Für die »International Lounge« wünscht er sich ein Mix aus coolen und traditionellen Themen, weil sie in der Erinnerung der internationalen Gäste nachhaltig haften bleiben. A Propos Studie, die vom Kölner Markenboard initiiert und von TNS Emnid durchgeführt wurde. Das Ergebnis, sieht Walter-Borjans nicht so negativ, wie das in den Medien dargestellt wurde. 1000 Führungskräfte internationaler Unternehmen waren zu den Kriterien, nach denen sie eine Standortentscheidung treffen, befragt worden. Ein Ergebnis u.a. war, dass nur zwei Prozent sich ein Investment in Köln vorstellen könnten. Wenn diese zwei Prozent, so der Wirtschaftsdezernent, tatsächlich in Köln investieren würden, dann wäre das doch ein Super-Erfolg.