Sachlichkeit statt Wahlkampf

Diskussion im Rotonda Business Club

Köln Nachrichten

»Sachlichkeit statt Wahlkampf«

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01. Februar 2010

Barbara Moritz und Martin Börschel auf der letzten Ratssitzung. Einen Tag zuvor diskutierten die vier Fraktionschefs im Rotonda Business Club.

Den vielleicht wichtigsten Satz der gesamten Veranstaltung sprach der Gastgeber höchstselbst. Andreas Grosz, Gründer und Initiator des Rotonda Business Clubs am Salierring, zweifelte an, ob die Zersplitterung des politischen Spektrums im Kölner Stadtrat tatsächlich auch zu mehr Demokratie führe. »Andere Parteien als die vier brauchen wir eigentlich nicht«, so Grosz gleich zu Beginn der Podiumsdiskussion, zu der knapp 100 Clubmitglieder und geladene Gäste am vergangenen Montagabend in die Rotunde nahe des Kölner Barbarossaplatzes gekommen sind. Tatsächlich sitzen aktuell in der 90-köpfigen Bürgerschaftsvertretung der größten Kommune des Landes inzwischen dank der Abschaffung der Fünf-Prozent-Hürde acht verschiedene politische Formationen, zwei von ihnen mit jeweils nur einem Vertreter. So war es nur folgerichtig, dass Gastgeber Grosz und sein Moderationspartner, Constantin Graf von Hoensbroech, bei der Abendveranstaltung nur die Vertreterinnen und Vertreter der großen Ratsfraktion auf dem Podium zuließen. Im Verlauf des Abends entspann sich eine interessante und bisweilen außerordentlich kurzweilige Unterhaltung, die im Gegensatz zur „Showbühne Stadtrat“ von einer angenehmen Sachlichkeit geprägt war. Ganz frei von Spitzfindigkeiten war sie dennoch nicht. Dafür gab es in der Sache zu viele unterschiedliche Positionen …