Willkommen im Club

Sonderdruck des immobilien managers über den Rotonda Business-Club.

Immobilienmanager

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Artikel von Anne Wiktorin

In der Domstadt hat sich ein Wirtschaftsclub etabliert, der das Netzwerken praktiziert und dabei den offenen Diskurs nicht scheut: der Rotonda Business-Club.

In Großbritannien gilt der Club mitunter als das letzte Refugium der britisch-männlichen Seele. Ladies werden dort als aktive Mitglieder nur ungern gesehen. Ob es nun der unverbesserliche Hang zu viktorianischen Zeiten oder die Folkloreschicht aus dicken Zigarren, abgewetzten Ledersesseln und dem Hang zu Klischees ist – fest steht: Die Clubseele brauchte dringend eine europäische Generalüberholung. Und so hat sich vor zehn Jahren in Köln ein europäisch weltoffener Wirtschaftsclub etabliert, der nicht nur mit Klischees aufräumt und inzwischen den höchsten Frauenanteil der deutschen Wirtschaftsclubs verzeichnet, sondern der auch eine feste Größe im Wirtschaftleben der Stadt und über ihre Grenzen hinaus darstellt: der Rotonda Business-Club. Mit derzeit 965 Mitgliedern, verdankt er seinen Namen dem runden Bürogebäude gleichen Namens in der Kölner City. Deutschlandweit ist der Club der zweitgrößte seiner Art nach dem Berliner Capital Club, berichtet Vorstandsvorsitzender und Mitinitiator Andreas Grosz.

Als der Rotonda Business-Club im Oktober 1999 an den Start ging, war dieser Erfolg keineswegs vorgezeichnet: »Ich persönlich habe zunächst nicht damit gerechnet, dass die Idee in Köln funktionieren würde“, sagt Albert Kock, Geschäftsführer der Kölner PR-Agentur Kock Lohmann. Drei Jahre später war auch er Mitglied – und ist es bis heute geblieben. „Das Konzept ist einfach überzeugend«, findet er, der den Club insbesondere als »Ort der Begegnung und des Austausches« schätzt. Drei bis vier Mal im Monat trifft er Geschäftspartner oder Kunden im Club-Restaurant, bis zu zehn Mal im Jahr nutzt er zudem die verschiedenen Tagungsräume für größere Meetings oder Veranstaltungen seiner Kunden. »Das größte Asset des Clubs ist aus meiner Sicht aber sein Veranstaltungsprogramm«, lobt der Kommunikationsfachmann das vielseitige Angebot an Vorträgen und Podiumsdiskussionen.

»Wir organisieren etwa 60 Veranstaltungen pro Jahr«, bestätigt Grosz, der dem dreiköpfigen Vorstand des Vereins vorsitzt, die Wahrnehmung des Clubkollegen. Gemeinsam mit einem Beirat konzipieren Grosz und sein kleines Team das Programm. Vorträge oder Diskussionsrunden um aktuelle Themen aus Wirtschaft und Politik, Gesellschaft und Kultur wechseln sich ab mit regelmäßigen Mitgliedertreffs und kulinarischen Club-Events. Thematische Schwerpunkte sind dabei Themen aus Immobilienwirtschaft, Städtebau und Architektur. »Hier liegen unsere Wurzeln«, erklärt Grosz. Viele Mitglieder kommen aus der Immobilienwirtschaft, sind Architekten, Investoren oder Stadtplaner, Makler, Investoren und Projektentwickler. Der »Rotonda Immobilientreff« ist daher eine feste Größe im Veranstaltungskalender, und dabei stehen keineswegs allein regionale Entwicklungen im Mittelpunkt. Diskutiert werden überdies Fragen nach Metatrends, die auch, aber nicht nur diese Branche betreffen: von Corporate Governance bis hin zur ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit.